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Sonographie
Diagnostisches Verfahren mit Anwendung von Ultraschall, als Impulsecho- oder Dauerschallverfahren.

1. Impulsechoverfahren (Sonographie): Ein piezoelektronischer Kristall, der mit einer entsprechenden Hochfrequenz zu mechanischen gleichfrequenten Schwingungen angeregt wird, erzeugt die Schallwellen und wirkt gleichzeitig als Schallempfänger. Die Zeitdifferenz zwischen ausgesandtem Impuls und den empfangenen reflektierten Schallwellen (Echos) ist proportional der Tiefenanlage einer reflektierenden Schicht. Die Echoimpulse werden in elektronische Impulse verwandelt, verstärkt und auf einem Bildschirm dargestellt. Hierbei werden die eindimensionale A-Bild-Methode und die zweidimensionale B-Bild-Methode unterschieden. Bei der A-Bild-Methode (A-Scan, Amplituden-Scan) werden die reflektierten Schallwellen oszillographisch dargestellt. Aus dem Abstand der Amplituden kann auf die Tiefe der reflektierenden Flächen geschlossen werden. Beim B-Bild-Verfahren (B-Scan, Brightness-Scan, Helligkeits-Scan, Ultraschalltomographie) wird der ausgesandte Schallstrahl automatisch oder manuell (Compound-Verfahren) über eine Linie hin und her bewegt, d.h. es wird eine Schnittfläche abgetastet (Schnittbildmethode) und auf dem Bildschirm wiedergegeben, wobei die Echos an der entsprechenden Stelle als Lichtpunkte dargestellt werden. Dabei ist der erzeugte Lichtpunkt um so heller, je stärker das Echo ist (Grauwert-Skala). Bei periodischer Abtastung mit einer Frequenz oberhalb der Flimmergrenze des Auges (schnelles B-Bild) können B ewegungsabläufe sichtbar gemacht werden (Anwendung: in der Geburtshilfe zum Nachweis von fetalen Bewegungen, kindlichen Herzaktionen, Anomalien, Bestimmung der Fetalgrö ße und der Fruchtwassermenge, Mehrlingsdiagnostik; in der Gynäkologie u.a. zum Nachweis und zur Differenzierung zwischen zystischen und soliden Tumoren; in der Neuologie zum Nachweis interkranieller Prozesse; in der Gastroenterologie zur Diagnose von Tumoren und Organerkrankungen; in der Ophthalmologie u.a. zur Fremdkörpersuche. Das Time-Motion-Verfahren (M-Scan, M-Mode) ist die eindimensionale Form der B-Bild-Methode. Dabei registriert ein ortsfester Schallkopf die Echos von sich bewegenden Grenzflächen im Körper und bildet diese Echos über eine Grenzwert-Skala als Bildpunkte auf einem Monitor ab (Anwendung z.B. zur Darstellung von Bewegungen der Herzklappen).

2. Dauerschallverfahren (Doppler-Verfahren): Ein piezoelektronischer Kristall sendet kontinuierliche Ultraschallwellen von konstanter Frequenz (Dauerschall) aus. Trifft das Schallwellenbündel auf eine sich bewegende Grenzfläche, so wird ein Teil der Wellen mit geänderter Frequenz (Doppler-Effekt) reflektiert. Die Interferenz der Frequenzen des einfallenden und der reflektierenden Strahls ergibt einen niederfrequenten Ton. Dieser Ton wird durch die Verstärkung hörbar gemacht (Anwendung z.B. in der Geburtshilfe zum Nachweis der kindlichen Herztöne in der Frühschwangerschaft (etwa ab der 10.-12.SSW), Ɯberwachung der Herzaktionen in der Schwangerschaft und während der Geburt, zur Nabelschnur- und Plazentalokalisation, in der Angiologie zur Diagnose venöser und arteriellen Gefä ßerkrankungen, intraoperativ zum Nachweis der Durchblutung).
 
 
 
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